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Newsletter der LAG KEFB 05/2014

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen in den Mitgliedseinrichtungen,

 

in der fünften Ausgabe unseres Newsletters in diesem Jahr informieren wir Sie über die aktuellen Geschehnisse und Veranstaltungen rund um die LAG KEFB NRW.

Außerdem erhalten Sie aktuelle Informationen aus dem Arbeitsgebiet der Familienbildung und aus den Mitgliedseinrichtungen und Diözesen.

 

Wir wünschen eine interessante Lektüre und schöne Herbstferien.

 

Ihr Team der LAG KEFB NRW e. V.

 

 

Familienbildung

Familienbildung – Ein starker Bündnispartner für Familien in NRW

Innovationsprojekt (IP) der Landesarbeitsgemeinschaften in NRW nimmt Fahrt auf

 

Mit einem aktuellen Überblick in einer attraktiven Broschüre soll der Nutzen der landesweit 154 regional unterschiedlichen und vielfältigen Einrichtungen der Familienbildung in NRW für Familien und Einzelpersonen den angebotsinteressierten Teilnehmer/innen,  den haupt-, neben- und ehrenamtlich Mitarbeitenden in den Einrichtungen und deren Trägern, den unterschiedlichen Kooperationspartnern  und auch den Geldgebern wie z.B. der Kommune sowie den Fachministerien mit ihren untergeordneten Verwaltungsbehörden vermittelt werden.

 

Nach der Auftaktveranstaltung am 19.05.2014 im Katholischen Centrum Propsteihof in Dortmund haben die fünf Arbeitsgruppen Inzwischen ihre Arbeit aufgenommen. Folgende Themenbereiche werden in den Arbeitsgruppen bearbeitet:

 

·         AG 1: Zielgruppen/Inhalte/Angebotsformen/Methoden/Projekte

·         AG 2: Finanzielle und gesetzliche Rahmenbedingungen

·         AG 3: Interne Organisation/Öffentlichkeitsarbeit

·         AG 4: Kooperationspartner/Netzwerke/Wettbewerb

·         AG 5: Politische Dimension/Strategische Planung

 

Die Arbeitsgruppen werden die Themenbereiche u.a. anhand der im Auftaktworkshop identifizierten insgesamt 22 Fragestellungen  in drei Sitzungen bis Ende November 2014 bearbeiten. In diesen Arbeitsgruppen ist die Katholische Familienbildung mit 12 Kolleginnen und einem Kollegen sehr gut vertreten.

 

Inzwischen hat eine erste vielversprechende Sitzung mit der wissenschaftlichen Begleitung, Prof. Dr. Uta Meier-Gräwe von der Universität Gießen stattgefunden.

 

Im Zeitplan des IP wird für alle AG-Mitglieder und alle anderen am IP interessierten Kolleg/innen in den Familienbildungseinrichtungen am 19.11.2014 (Save the Date) ein Zwischenworkshop stattfinden, an dem die bis dahin vorliegenden Ergebnisse des IP vorgestellt, diskutiert und bewertet werden sollen. Dazu ergeht noch eine gesonderte Einladung seitens der Projektleitung.

 

Der Abschlussworkshop zum IP ist auf den 10.02.2015 datiert, die Broschüre soll bis April 2015 fertig gestellt sein.

 

Gerald Bestier

Vorsitzender des Fachausschuss Familienbildung der LAG KEFB NRW

 

 

2. Fachtag Kidix® -Eltern-Kind-Kurse am 27. Oktober 2014 in Köln

 

Seit fast drei Jahren sind die Kidix® -Eltern-Kind-Kurse in den katholischen Einrichtungen der Familienbildung in NRW eingeführt. Sie sind mittlerweile in den facettenreichen Bildungsprogrammen der katholischen Familienbildungsstätten fest etabliert.

Der Tag soll genutzt werden, um im Kreis der hauptamtlich pädagogischen Mitarbeiter/innen, die für Kidix® -Angebote verantwortlich sind, sowie mit engagierten Kursleitungen das Kurskonzept auf den Prüfstand zu bringen und weiterzuentwickeln.

Professorin Dr. Angela Heine von der Hochschule Rhein-Waal wird die Ergebnisse der online-Befragungen vorstellen, daraus Bezüge herstellen, eine Bewertung vornehmen und aus wissenschaftlicher Sicht Empfehlungen für die Zukunft aussprechen.

Im Anschluss daran sind dann die Erfahrungen der HPM mit den Elternthemen gefragt, um sie eventuell zu überarbeiten, zu ergänzen oder zu aktualisieren.

Die Tagung findet am 27. Oktober 2014 von  10.00 – 16.00 Uhr im Maternushaus in Köln statt. Der Fachtag richtet sich an katholische hauptamtliche Mitarbeiter/innen in den Einrichtungen der Familienbildung mit Kidix® -Angeboten und an die Kursleitungen.

Zur Veranstaltung melden Sie sich bitte bis zum 22. Oktober 2014 in der LAG – Geschäftsstelle bei Frau Schwarz an: schwarz@lag-kefb-nrw.de.

Die Tagungsverantwortlichen freuen sich auf eine rege Teilnahme und spannende Diskussionen.

 

 

Aus den Diözesen und Mitgliedseinrichtungen

10 Jahre Offener Ganztag - 10 Jahre SchulTag

Politik, Kirche und Mitarbeitende im Offenen Ganztag in der Grundschule (OGS) ziehen nach 10 Jahren Bilanz und diskutieren über notwendige Verbesserungen in der Zukunft.

 

Mitarbeitende im Offenen Ganztag und der Diözesanadministrator des Erzbistums Köln, Dr. Stefan Heße, trugen der NRW-Schulministerin Sylvia Löhrmann bei der Tagung „10 Jahre Offener Ganztag – 10 Jahre SchulTag“ ihre Erfahrungen und Einschätzungen zur Situation im Offenen Ganztag vor. Heße wies sowohl auf den großen Erfolg in dem Bereich hin, merkte aber auch kritische Umstände an: „Es ist für uns als Kirche eine große Herausforderung, unter den gegebenen politischen Rahmenbedingungen qualifiziert und zum Wohl der Kinder in Offenen Ganztagsgrundschulen mitzuarbeiten.“

Das Bildungswerk der Erzdiözese Köln e.V., die Abteilung Jugendseelsorge und der Diözesan-Caritasverband für das Erzbistums Köln hatten am 30. August 2014 zu der Veranstaltung über 450 Teilnehmerinnen und Teilnehmer ins Maternushaus in Köln eingeladen. Im Erzbistum Köln gibt es über 200 offene Ganztagsschulen in katholischer Trägerschaft. Seit 2004 bieten das Bildungswerk der Erzdiözese Köln e.V. und seine Einrichtungen für Erwachsenen- und Familienbildung Qualifizierungen für Mitarbeitende in der OGS an. Über 5.000 Absolventinnen und Absolventen haben in mehr als 15.000 Unterrichtsstunden das vielfältige Qualifizierungsangebot „SchulTag“ genutzt und damit den Qualitätsstandard des Betreuungsangebotes von Grundschulkindern verbessert.

Heße zeigte sich auf der Veranstaltung stolz in Hinblick auf das Engagement und den Erfolg der Mitarbeitenden in den Eichrichtungen des Offenen Ganztags im Erzbistum Köln. Von der Politik forderte er allerdings noch deutlich mehr Unterstützung, Verlässlichkeit und Dauerhaftigkeit. „Wir sehen gerade in der täglichen Arbeit, wie schwierig der Spagat zwischen den Ansprüchen, die wir in Hinblick auf das Wohl der Kinder haben, und den äußeren Rahmenbedingungen ist“, so der Diözesanadministrator. Es mangele beispielsweise an landesweiten Qualitätsstandards. Auch fehlende finanzielle Mittel erschwerten die Bereitstellung von qualifiziertem Personal und einer sachgemäßen Ausstattung von Räumlichkeiten. Im Hinblick auf das Engagement der Kirche im OGS-Bereich halte er es mit Papst Franziskus: Kirche müsse an die Ränder gehen und in der Gesellschaft präsent sein. Für die Kirche bedeute dies eine Änderung der Perspektiven: Die Kinder kämen nicht mehr, wie früher, nach der Schule ins Gemeindehaus – dafür komme die Kirche jetzt zu den Kinder in die Schule.

Ministerin Löhrmann lobte in ihrer Rede das Engagement des Erzbistums im Bereich der Qualifizierungsarbeit für den Offenen Ganztag: „Herzlichen Dank für Ihr Engagement. Und sie dürfen sich bitte hier einmal selbst beklatschen“. Rückblickend habe man die anfänglichen Schwierigkeiten bei der Einigung zwischen Politik und Kirche bei dem Thema OGS weitestgehend beilegen können. Hinsichtlich zukünftiger Maßnahmen seitens der Landesregierung blieb sie zurückhaltend optimistisch: „Ich kann ihnen nicht versprechen, die angemahnten Forderungen kurzfristig zu ändern, aber wir sind auf dem Weg.“ Sie betonte, dass die Landesregierung den bedarfsgerechten Ausbau des Ganztags weiter fortsetzen werde. Die Qualitätsentwicklung bleibe eine zentrale Aufgabe und wichtiger Baustein der Schulentwicklung.

Auch Diözesanadministrator Heße betonte, dass man zum Wohle der Kinder an einem Strang ziehen müsse: „Trotz des beschriebenen Zustände wollen wir als katholische Kirche weiterhin zur hohen Qualität der Angebote beitragen und sehen uns als Partner der Kinder und der Fachkräfte im Offenen Ganztag wie auch der politisch Verantwortlichen.“

 

Berichterstattung über die Tagung auf domradio.de

Beitrag zur Tagung auf den Internetseiten der Jugendseelsorge im Erzbistum Köln mit Fotostrecken

Film von Marcus Laufenberg über die Tagung (5:43 Minuten)

Programm der Tagung

https://bildung.erzbistum-koeln.de/bw-erzdioezese-koeln-ev/aktuell/10_Jahre_Offener_Ganztag_-_10_Jahre_SchulTag/

Quelle: Bildungswerk der Erzdiözese Köln

 

 

Heinrich Lübke Haus feierte sein 40jähriges Jubiläum

Einweihung des neuen Forums

 

Der Festtag am 7. September begann mit einem fröhlichen Gottesdienst, den Pater Willi Heck und der KAB-Bundespräses Johannes Stein mit über 500 Menschen unter (regen)freiem Himmel zusammen mit der Band Connect aus Körbecke und den Kindergärten aus Günne und Delecke zu einem unvergesslichen Erlebnis machten. 

Es wurde nicht nur das 40jährige Jubiläum des Heinrich Lübke Hauses gefeiert, sondern auch das neue „Forum“ eingeweiht, das als eigenständiges Seminargebäude helfen soll, noch mehr Räumlichkeiten für Gäste bereitzuhalten. Dieses Gebäude, das nach den Plänen des Architekten Manfred Vetter aus Ense errichtet worden ist, wurde zunächst vom Bundespräses Johannes Stein eingesegnet.

Anschließend gab der Leiter des Hauses, Martin Schwamborn, den Gästen im überfüllten Forum, darunter auch der Bürgermeister der Gemeinde Möhnesee Hans Dicke und Ortsvorsteher Egbert Nölle-Dunker, einen kurzen Rückblick auf 40 Jahre bewegte Geschichte des Heinrich Lübke Hauses.

Die Festrede hielt dann der Staatsekretär der Bundesregierung Karl Josef Laumann. Er hat selbst mit seiner Familie schon einmal Ferien im Heinrich Lübke Haus gemacht und konnte daher aus eigener Erfahrung berichten, wie wichtig solche Familienferienstätten sind. Insbesondere wies er darauf hin, dass hier eine andere Wertschätzung gelebt wird als in konsumorientierten Wellness-Oasen. Er lobte auch das Miteinander von behinderten und nichtbehinderten Menschen, das im Heinrich Lübke Haus schon eine lange Tradition hat.

Als Herausforderungen für die Arbeit des Hauses nannte er:
- in einer Gesellschaft, in der der Mensch immer flexibler werden soll, braucht er Stätten, die ihm Heimat geben. Dies kann ein Verband sein, kann aber auch ein solches Haus sein;

- die Gesellschaft braucht Bildungsstätten zur Vermittlung von Werten, denen das christliche Menschenbild von der unverletzbaren Würde jedes Menschen zugrunde liegt;

- die Bildungsarbeit steht immer vor der Herausforderung, bildungsferne Schichten zu erreichen. Diese Menschen brauchen Unterstützung zur Bewältigung ihres Lebensalltages.

Mit vielen Angeboten für alle Altersgruppen ging der Festtag bis zum Abend weiter.

Quelle: Heinrich Lübke Haus

 

 

© PEK

Spatenstich auf dem Michaelsberg

 

Mit dem ersten Spatenstich auf dem Michaelsberg hat am 3. Juli 2014 die zweijährige Bauphase für den Neubau des Katholisch-Sozialen Instituts in Siegburg begonnen. Bereits im Jahr 2016 sollen die ersten Gäste des KSI im Neubau sowie in den umfassend sanierten Gebäuden der ehemaligen Abtei Michaelsberg begrüßt werden.

Mit dem Spatenstich im Juli startete nun der Aushub der Baugrube. Der Rohbau soll noch in diesem Jahr beginnen. „Bei einer solch großen Baustelle kommt es zu Lärmbelästigungen und Schwerlastverkehr.

Dafür bitten wir um Verständnis“, erklärte Dr. Martin Günnewig, Leiter des Projekts „Michaelsberg“.

 

Das Edith-Stein Exerzitienhaus hat bereits am 30. Juni seine Pforten auf dem Michaelsberg geschlossen. Die Einrichtung zieht 2016 in das Tagungshaus „Altes Brauhaus“ nach Odenthal-Altenberg, um dort auch in Zukunft ihr umfassendes Programm anzubieten. Die bisherigen Mitarbeitenden des Exerzitienhauses wurden alle in die anderen Tagungshäuser des Erzbistums Köln übernommen.

 

Über den Baufortschritt auf dem Michaelsberg können sich Interessierte per Livekamera informieren: Auf dem Turm der Abteikirche wurde eine Webcam installiert, die nun alle 15 Minuten ein aktuelles Bild der Baustelle zur Erweiterung der ehemaligen Abteigebäude zeigt. Zu sehen ist der ehemalige Parkplatz unterhalb des Westflügels - mit Blick auf Sankt Servatius und die Siegburger Innenstadt. Die Kamera ist über die Internetseite www.michaelsberg-siegburg.de verlinkt. Das jeweils aktuellste Bild erhalten Sie, indem Sie auf dieser Seite auf das Webcam-Symbol klicken.

Quelle: Katholisch-Soziales-Institut, Tagungszentrum des Erzbistums Köln 

 

 

Was brauchen junge Menschen?

Kolpingwerk NRW diskutierte in Düsseldorf über Bildung und Ausbildung

 

„Die Zeit erhält ihre Bedeutung durch das, was wir in dieser Zeit machen“, so zitierte der Landesvorsitzende des Kolpingwerkes Nordrhein-Westfalen, Karl Schiewerling, MdB, den Verbandsgründer Adolph Kolping. Dieser hatte sich, vor mehr als 150 Jahren der Nöte junger Menschen in seiner Zeit angenommen.  Beim Landespolitischen Abend des Kolpingwerkes NRW im Düsseldorfer Maxhaus ging es um die Frage, was heute mit dem Blick auf junge Menschen insbesondere in den Feldern Bildung und Ausbildung geschieht. „Keinen Jugendlichen links liegen lassen“, das ist die Forderung des Katholischen Sozialverbandes, mit 100.000 Mitgliedern in den Diözesanverbänden Münster, Paderborn, Köln, Essen und Aachen. „Junge Menschen brauchen Antworten auf ihre Lebensfragen“, betonte Schiewerling. Im jugendlichen Alter schaffe man die Grundlage an Können und Wissen, die die Basis für den späteren Lebensweg sei. „Dazu gehören auch stabile Familienstrukturen und stabile soziale Strukturen.“ Deshalb kümmere sich das Kolpingwerk seit seiner Gründungszeit genau um diese Fragen der Lebenssituation junger Menschen und gerade um die, „denen es besonders schlecht geht, oder die sich besonders schwer tun“. Kolping betreibt in NRW fünf große Bildungswerke in den Diözesanverbänden Münster, Paderborn, Köln, Essen und Aachen. Mit ihren über 2.000 hauptberuflichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern weisen diese Kolping-Bildungswerke ein enormes Erfahrungspotential im Umgang gerade mit der Zielgruppe benachteiligter Jugendlicher auf.

Abwechslungsreich moderiert von der Fernsehjournalistin Brigitte Büscher diskutierten der Arbeitsmarktexperte der Fachhochschule Koblenz, Professor Dr. Stefan Sell und Roland Matzdorf, Abteilungsleiter im NRW-Arbeitsministerium. In seinem Impulsreferat machte Sell, der bekannte, früher selbst Schulabbrecher gewesen zu sein und sich über den Zweiten Bildungsweg weiterqualifiziert zu haben, deutlich, was ihm wichtig ist. Selbst wenn man keine Empathie für die jungen Menschen habe und rein ökonomisch an die Frage herangehe,  so müsse doch klar sein, wie verheerend sich Langzeitarbeitslosigkeit auf ihr weiteres Leben auswirke. Eine entscheidende Rolle bei der Prägung junger Menschen schreibt Sell den Medien zu. „In den Fernsehserien, die sich junge Menschen ansehen, tauchen zum Beispiel handwerkliche Berufe überhaupt nicht auf. So sind sie nicht Teil ihrer Lebenswelt.“ Eine Chance für die Jugendlichen, „die bislang in Übergangssystemen gelandet sind“, ehe sie eine Ausbildungsstelle erhalten haben, sieht Sell in der sich verändernden Angebots- und Nachfragerelation. Sell kritisierte die Anhäufung von Modellprojekten im Übergangssystem. Es sei vielmehr erforderlich nachhaltigere Strukturen zu schaffen. Dazu müssten allerdings auch unterschiedliche Finanzierungsinteressen zusammengeführt werden. Sell forderte eine viel frühere und intensivere Begleitung junger Menschen, bei der man mit ersten Schritten zur Berufsorientierung schon in der Grundschule beginne. Daneben brauche es produktionsschulorientierte Konzepte von Arbeiten und Lernen.  

Roland Matzdorf stellte das NRW-Modell „Kein Abschluss ohne Anschluss“ vor. 51 Kommunen und Kreise arbeiten inzwischen an diesem seit zwei Jahren laufenden Vorhaben mit. Ziel ist eine flächendeckende Begleitung in ganz NRW. Die Schüler der beteiligten Jahrgangsstufen 8 bis 10 durchlaufen eine Potenzialanalyse, danach Berufsfelderkundungen und zusätzliche Praktika neben dem verpflichtenden Praktikum in der 9. Klasse. Der Abteilungsleiter im NRW-Arbeitsministerium räumt ein, dass es in der Vergangenheit sehr viel „Projektitis und Herumprobiererei“ gegeben habe. „Wir machen das entgegen erster Planungen inzwischen für alle Schülerinnen und Schüler, nicht lediglich für  die Benachteiligten“, ergänzte Matzdorf. Denn auch ganz viele Schüler in Gymnasien oder Realschulen haben „keine Peilung durch ihre Eltern oder ihre Lebenswelt“.  Das Thema der beruflichen Orientierung komme nun endlich stärker in den Schulen und in den Familien an. Ein weiteres Problem: Rund 10.000 Junge Menschen in NRW bleiben, so Matzdorf, jährlich ohne Schulabschluss. Etwa die Hälfte von Ihnen wird in Maßnahmen wie dem Werkstattjahr oder der Produktionsschule begleitet. „Wir hatten noch nie so viele unbesetzte Lehrstellen, hatten zugleich aber auch noch eine hohe Zahl unversorgter junger Menschen“, beklagte Matzdorf. Das liege zum Teil am schlechten Image bestimmter Berufsgruppen. Der Expertentipp an die Arbeitgeber lautet hier: „Frühzeitig in die Schulen gehen, Praktikumsplätze anbieten und Begeisterung für den Ausbildungsberuf wecken.“ 

Quelle: Sascha Dederichs, Kolping-Bildungswerk Paderborn gGmbH

 

 

Mit den eigenen Stärken anderen helfen

Katholisches Forum Düren-Eifel feiert 50-jähriges Bestehen

 

Düren, (iba) – Unzählige Stunden Bildungsarbeit mit unzähligen Menschen zeichne das Katholische Forum für Erwachsenen- und Familienbildung Düren-Eifel seit 50 Jahren aus, unterstrich Pfarrer Rolf-Peter Cremer im Jubiläumsgottesdienst.

Dort übte der Domkapitular als Zelebrant und Leiter der Hauptabteilung Pastoral / Schule / Bildung eine Doppelfunktion aus, wie Helga Conzen, Leiterin des Forums, hervorhob.

Wer von den Anwesenden könne gut rechnen oder Fußballspielen? Wer gehe gern ins Theater oder liebe Kreuzworträtsel? Mit diesen Fragen wies Pfarrer Cremer darauf hin, dass jeder Mensch unterschiedliche Stärken habe. Damit knüpfte er an die von der Fördervereinsvorsitzenden Claire Drube gehaltenen Lesung aus dem 1. Korintherbrief an. Hier heißt es, dass dies ein und derselbe Geist bewirke, der einem jeden seine besondere Gabe zuteile.

Mit den eigenen Stärken anderen zu helfen, sie zu stärken und zu fördern, sei genau das, was die Bildungsstätte seit 50 Jahren mache. Mit der Hilfe eines Mädchen und eines Jungen aus dem Publikum verdeutlichte Cremer die vielfältigen Aufgaben des Forums. So stand ein Bandmaß für das Nähen, mit dem alles einst begann, eine Babypuppe für die Geburtsvorbereitung, ein Legostein für die Eltern-Kind-Gruppen, eine Landkarte für die Studienreisen, ein Ball für Sport und Gymnastik, ein Kochlöffel für die Ernährungs- und Kochkurse sowie ein Kompass für die berufliche Fortbildung. Eine Bibel als Sinnbild für die theologische Basis durfte natürlich nicht fehlen, denn das Evangelium, die Botschaft Jesu ist der Fels, das Fundament der Bildungsarbeit.

Bei einem Eheseminar habe er die Einrichtung vor 35 Jahren kennen gelernt, bemerkte Dürens Bürgermeister Paul Larue, der sich während des Festaktes den Dankworten von Gábor Szük, Geschäftsführer der Caritas Trägergesellschaft West (ctw), anschloss. Die nächste Begegnung Larues erfolgte zweieinhalb Jahre in der „kanonisch richtigen Reihenfolge" später bei einem Geburtsvorbereitungskurs.

Larue, der selber später 15 Jahre lang das Katholische Bildungswerk der Region Düren leitete, bedankte sich im Namen der Stadt Düren für die Arbeit des Forums. Es sei ein gesellschaftlicher Dienst, den die Kirche hier tue. Der Staat sei kein Alleskönner und daher angewiesen auf private und kirchliche Initiativen.

Die „Wandermütterschule Eifel" und die „Mütterschule Düren" hatten Anfang der 60er Jahre Mädchen und Frauen als Hauptzielgruppe ihrer Aktivitäten. 1972 firmierten die Schulen als „Familienbildungsstätten", ehe sie 2006 zum „Katholischen Forum für Erwachsenen- und Familienbildung Düren und Eifel" in Trägerschaft der ctw fusionierten. 14 Festangestellte und über 350 selbstständige Honorarkräfte beschäftigt das Bildungsforum mittlerweile und besitzt somit die Größe eines mittelständigen Betriebes. Zuständig ist das Forum im Bereich von Titz bis Blankenheim, von Nörvenich bis Simmerath.

Das rege Treiben auf dem Gelände des Forums und im „Mehrgenerationenhaus" selber bewies die gute Resonanz der Arbeit in der Bevölkerung. Beim Basteln von Knetmännchen aus mit Sand gefüllten Luftballons, Prägen von Namensbuttons, Pedalo Fahren, Schaukeln oder Spielen an der im Treppenhaus des Forums kreativ aus Baumarktmaterialien erstellten Murmelbahn vergnügte sich sichtlich der Nachwuchs, während sich Jung und Alt an diversen Ständen über aktuelle Projekte informieren konnten.

Demonstrationen mit einem „Babysimulator", einer Puppe in Originalgröße, erklärten, warum Babys schreien, und wie Eltern ihnen dann helfen können. Eingesetzt werden diese „Schreibabys" insbesondere beim „Elternpraktikum für Jugendliche" in Schulen. Die Vermittlung von Kindertagespflegestellen war die Angelegenheit eines weiteren Standes. Rechtzeitig zur Feier wurde die zugehörige Website www.kinderhaende-dueren.de fertig gestellt. Mit dem Lebensende beschäftigte sich derweil der Stand zum Thema „Hospiz".

Stellvertretend für die Verstorbenen, die sich für das Bildungsforum eingesetzt haben, nannten die Pädagogische Mitarbeiterin Agi Beck und der Stellvertretende Leiter Bernhard Rietfort während des Gottesdienstes Brunhild Steg, die 45 Jahre lang als Kursleiterin im Bereich Hauswirtschaft und Kochen wirkte, bevor sie vor den Sommerferien verstarb, und Pfarrer Dieter Sülzen, der von Gründung der Einrichtung bis zu seinem Tod im Februar 2013 Verantwortung im Haus getragen hatte.(iba/Na 160)

Quelle: iba

 

 

ESF-Programm "Lebens- und erwerbsweltbezogene Weiterbildung in Einrichtungen der Weiterbildung"

ABBA-Workshop

 

Die ESF-Projektagentur bietet im Oktober einen für die evangelischen und katholischen Weiterbildungseinrichtungen einen Workshop an. Dieser Workshop dient dazu die Einrichtungen bei Ihren Aktivitäten im Bereich des ESF-Programms „Lebens- und erwerbsweltbezogene Weiterbildung“ zu begleiten und zu unterstützen.

Um Ihnen einen Einblick in das ABBA-Automatisiertes Begleit- und Berichtsverfahren Arbeitsmarktprogramm zu verschaffen, veranstaltet die Projektagentur  in Kooperation mit der Bezirksregierung Arnsberg am 23. Oktober in Dortmund ein ABBA-Seminar. Wir wollen zusammen mit den Einrichtungsvertretern über Inhalte und Funktionen des ABBA – Programms mit praktischen Nutzungsbeispielen (Erstellung eines Begleitbogens, Mittelanforderung, etc.) durchgehen.

Die Bezirksregierung Arnsberg wird im ersten Teil das Begleitprogramm vorstellen. Im zweiten Teil werden Sie an praktischen Beispielen ABBA am PC anwenden.

Das Seminar wird in zwei Teilen durchgeführt:

  1. Teil – ABBA - Präsentation,  Bernd Paul  - Präventivteam Bezirksregierung Arnsberg.

 

  2. Teil - Praxisbeispiele am Computerarbeitsplatz.

Jedem Teilnehmer steht ein PC-Arbeitsplatz zur Verfügung, daher sind die Plätze auf 20 Teilnehmer begrenzt. Die Plätze werden nach Eingang der Anmeldung vergeben.

 

Nehmen Sie unser Angebot wahr und melden Sie sich an. Sollte die Nachfrage die begrenzten Plätze überschreiten, werden wir noch kurzfristig versuchen ein weiteres ABBA-Seminar anzubieten.

Hier finden Sie die Einladung und das Rückmeldeformular zum Workshop.

 

 

Termine und Veranstaltungshinweise

Sitzungen des Vorstandes der LAG KEFB NRW:

 

Dienstag, den 21. Oktober 2014

Beginn: 10:30 Uhr

Ende: 14:00 Uhr

Ort: Geschäftsstelle der LAG KEFB NRW e. V., Köln

 

Montag, den 24. November 2014

Beginn: 10:30 Uhr

Ende: 14:00 Uhr

Ort: Geschäftsstelle der LAG KEFB NRW e. V., Kön

 

 

Mitgliederversammlung der LAG KEFB NRW:


Montag, 1. Dezember 2014

Ort: Generalvikariat des Bistums Essen

 

Sonstige Termine:
 

Regionalkonferenzen für Weiterbildung in NRW 2014:

 

Bezirksregierung Arnsberg: 29.10.2014, VHS Hamm

Bezirksregierung Detmold: 21.10.2014, Airport Paderborn-Lippstadt

Bezirksregierung Düsseldorf: 28.10.2014 tanzhaus nrw, Düsseldorf

Bezirksregierung Köln: 05.11.2014, Maternushaus

Bezirksregierung Münster: 04.11.2014

 

Weiterbildungskonferenz des Landtag NRW: 26.11.2014

 

 

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